Eine Fahrt nach Berlin mit viel Staub
Samstag, 10.10.2009, Grimes Point Petroglyphs, Highway 50: “Loneliest Road in America”, Broken Hill Mine, San Rafael Mine, Ione Ghost Town, Berlin Ghost Town
Heute bin ich erst um 06:30 aufgestanden. Nach dem Duschen habe ich schon die ersten Sachen ins Auto gebracht und dann das Continental Breakfast gegenossen. Nachdem ich die letzten Sachen ins Auto gebracht hatte, checkte ich aus.
Auf der US50 (Loneliest Road in America) fuhr ich dann nach Osten. Das erste Ziel war heute Grimes Point Achaeological Area. Hier gibt es interessante Petroglyphs zu sehen, die man bei einem kleinen 0,5 Meilen Rundgang auf Steinen findet.
Grimes Point ist eine der bedeutendsten archäologischen Stätten in der Great Basin. Einige der Petroglyphs sollen 7000 Jahre alt sein, andere nur 500 Jahre.
Dann bin ich auf der US50 weiter gefahren, aber immer wieder habe ich anhalten müssen für ein Foto. So auch bei der pflanzenlosen Eight Mile Flat.
Bei der Sand Mountain Rec Area bin ich dieses Mal nicht hinein gefahren, dort war ich ja schon im Mai gewesen.
Nicht weit von der US50 sollte es eine Ghost Town - Farview - geben, aber die lag auf Army Gebiet und die Road dorthin war abgesperrt. Ein paar Mauerreste konnte man von der Straße sehen. Leicht säuerlich fuhr ich auf der US50 weiter nach Osten.
In Middlegate, eigentlich nur eine Tankstelle, ein Store und ein Motel habe ich kurz für ein Foto gehalten.
Bei Middlegate bin ich auf die NV361 abgebogen und auf der ging es nach Süden. Nach ca. 17 Meilen Fahrt durch ein tolle Landschaft auf der NV361
fuhr links ab auf eine sehr staubige Dirt Road. Dabei wäre ich fast an der Dirt Road vorbei gefahren. Erst im letzten Moment habe ich sie gesehen und musste sogar etwas zurück fahren. Schon nach 1,7 Meilen bog ich dann links ab auf eine Fahrspuhr, die zu einer Mine - Broken Hill Mine - führt, die ich nach ca. 0,3 Meilen erreichte.
Hier ist einiges umgegraben worden und überall konnte man Schächte sehen, nicht alle waren richtig abgesichert. Außer dem Headframe steht aber nicht mehr viel. Dann fuhr ich auf der Dirt Road weiter nach Osten und nach 2,7 Meilen kam ich nach Quarz Mountain.
In Quartz Mountain stehen keine Häuser mehr, es gab nur noch ein paar Holzhaufen zu sehen.
Quartz Mountain erlebte nur eine kurze Phase. Erst 1925 wurde hier die erste Mine errichtet, die hochgradiges Erz von Blei und Silber abbaute. In der Zeit von 1926 bis 1930 gab es mehr als 15 Mining Companies. Ab 1929 zog ein Mining Company nach der anderen von Quartz Mountain weg und Quartz Mountain wurde zur Ghost Town.
Aber die der Nähe liegende San Rafael Mine war wieder sehr interessant.
Auf der Hinfahrt nach Quartz Mountain ist mir ein Grab aufgefallen, jetzt auf der Rückfahrt habe ich kurz gehalten. Aber bis heute konnte ich nicht herausfinden, wer dort begraben liegt. Der Grabstein war nicht mehr vorhanden.
Dann fuhr ich auf der NV361 weiter nach Süden. Kurz vor Gabbs bog ich links ab auf die NV844 und fuhr in die Berge hinauf.
Nach etwa 23 Meilen auf zuerst einer Asphaltstrasse und dann auf einer guten aber sehr staubigen Gravelroad kam ich in Ione an, der „Town, That Refused To Die“.
1863 wurde Silber entdeckt und es entstand das Camp Ione im oberen Shamrock Canyon. Es lag aber zu weit von den Hauptrouten und den Minen entfernt und man errichtete das neue Ione im unteren Shamrock Canyon. 1864 wurde Ione County Seat des Nye County. 1866 ebte der kurze Rush ab und der County Seat wurde nach Belmont verlegt. Aber obwohl die meisten Einwohner wegzogen, ein paar blieben und der Ort wurde nie ganz verlassen.
Ione hat seinen westlichen Look behalten und es gibt einige alte Hütten, die die Zeit überstanden haben.
Es ist interessant, dass in Ione noch Leute wohnen, denn man kann sich gar nicht vorstellen, womit man hier sein Geld verdienen kann.
Dann fuhr ich zum Berlin-Ichthyosaur State Park, nur ein paar Meilen von Ione entfernt. Hier sind ein paar Motorradfahrer auf der staubigen Gravelroad herum gedüst und haben viel Staub aufgewirbelt. Man konnte fast gar nichts mehr sehen. Beim Eingang des Berlin-Ichthyosaur State Park
bezahlte ich die 4 $ Parkgebühren und fuhr an der Berlin Ghost Town vorbei zuerst zur Ichthyosaurier Fundstelle.
Der Berlin-Ichthyosaur State Park liegt an einem Ausläufer der Shoshone-Mountains und ist zweigeteilt. Hier befindet sich die größte Ansammlung an von
Ichthyosaurier. Über die Fundstelle wurde ein Gebäude errichtet, das aber geschlossen war. Durch ein Schaufenster konnte man die Ausgrabungsstätte allerdings nur ungenügend sehen. Es gibt Führungen, aber für die nächste Führung war es mir zu spät. Die ersten Fossilien-Funde wurden schon 1928 gemacht. Umfangreiche Ausgrabungen gab es von 1953 bis 1957 und als Ergebnis wurde das Gebiet 1957 zum State Park ernannt. Es wurden 37 Exemplare von Ichthyosaurier gefunden.
Dann fuhr ich zurück zur Berlin Ghost Town, hielt aber an der ehemaligen Ghost Town Union. Von Union gibt es nur noch ein Adobe House und Hinweisschilder an den Stellen, an denen ein Haus gestanden hat.
Auf der Rückfahrt nach Berlin hat man schöne Ausblicke auf das Ione Valley.
Die ersten Schürfberichte aus Berlin Canyon stammen von 1869, die erste Mine wurde aber erst 1896 errichtet. Berlin wurde 1897 gegründet. Die Blütezeit erlebte Berlin in 1908. Viele der Häuser, die man in Union errichtet hat, wurden abgebaut und in Berlin wieder neu aufgebaut. Ein Bergarbeiterstreik in 1907 führte zum Bankrott der Atlantic and Pacific Mining Company und dadurch wanderten viele Arbeiter ab. 1911 gab es niemand mehr und Berlin wurde zur Ghoste Town.
Zuerst hielt ich bei der Berlin Mill, leider durfte man nicht nach drinnen.
Dahinter befindet sich die Berlin Mine, die aber eingezeunt ist.
Dann schaute ich mich in der Ghost Town um. Viele der Gebäude stehen noch bzw. sind restauriert worden.
Obwohl man nur in zwei Gebäude hinein schauen konnte, hat mir Berlin sehr gut gefallen. Leider ist die Diana Mine seit 2007 geschlossen. Da hätte ich gerne eine Tour mitgemacht.
Ich fuhr dann nach Grabbs zurück und auf der 361 weiter nach Süden bis zur US95. Auf der US95 war wesentlich mehr Verkehr. Ich fuhr noch kurz nach Luning. Luning ist fast eine Ghost Town. Leider stand die Sonne sehr schlecht und so machte ich keine Fotos. Dann ging es durch eine tolle Landschaft nach Hawthorne.
Nördlich von Hathorne liegt der Walker Lake. Irgendwie passt der Lake nicht so richtig in die Bergwüstenlandschaft.
Panorama:
Dann fuhr ich über Yrington, Silver Springs nach Carson City. Es war schon dunkel, als ich in Carson City ankam. Ich checkte im Days Inn ein und fuhr zu dem neben dem Motel liegendem Car Wash, denn der Wagen war reichlich staubig geworden. Beim Subway holte ich mir ein Turkey Breast and Ham Sandwich und fuhr zum Motel zurück. Das wurde mit einem Bier hinuntergespült.
Nachdem ich die üblichen Arbeiten erledigt hatte, meldete ich mich kurz im Forum und schrieb dann Tagebuch. Gegen Mitternacht ging ich schlafen.