Udo, an der Küste war ich auch, aber nur kurz.
Ralph, Silke braucht gar nicht mit dem Knüppel drohen, Man kann ihr [SIZE=7]fast [/SIZE]gar nichts abschlagen.
So, es geht jetzt weiter.
Oregon Küste
Freitag, 18.09.2009, Sand Creek Covered Bridge, Bandon Beach, Cape Blanca Lighthouse, Südküste, Oregon Dunes National Recreation Area, Heceta Head Lighthouse Viewpoint
In Weather Channel habe ich gesehen, dass es heute an der Küste noch schön sein sollt, zumindest bis zum späten Nachmittag. Morgen sollte es schlechter werden. Also stand heute die Küste von Oregon auf dem Plan. Ich hoffte auch, dass es dieses Mal kein Nebel gibt, denn bei meinen vorherigen Besuchen hatte ich immer Nebel an der Küste gehabt. Nach einem kleinen Frühstück kam ich um 07:30 los. Zuerst fuhr ich auf der Interstate 5 ein kleines Stück nach Süden und dann auf der OR42 nach Westen. Die Fahrt durch die Coast Ranges entlang am Coquille River war sehr schön. An einem Schild las ich „Roadside Park“, aber ich fuhr zuerst daran vorbei. Ein Blick nach rechts lies mich anhalten und zurückfahren - ich hatte eine Covered Bridge gesehen. Die hatte ich hier im Süden von Oregon nicht vermutet, eher in Richtung Portland.
Es war die Sand Creek Covered Bridge bei Remote.
Sie ist die einzige Covered Bridge im Coos County, wurde 1921 erbaut und ist 60 Feet lang. 1949 baute man neben der alten Brücke eine neue Brücke und die Sand Creek Covered Bridge wird nun nicht mehr genutzt.
Oregon hat die größte Ansammlung an Covered Bridges im Westen. Die Tradition der Covered Bridges in Oregon reicht bis ins Jahr 1850 zurück. In West Oregon wurde häufig Douglas Tannen zum Bau von Brücken benutzt. Um die Nutzungsdauer zu erhöhen wurden „Häuser“ über die Brücken gebaut, um sie vor dem feuchten Westoregon Klima zu schützen.
Die Hochzeit der Covered Bridges in Oregon war zwischen 1905 und 1925. Damals gab es ungefähr 450 Covered Bridges in Oregon. 1977 schrumpfte die Zahl auf 56 Covered Bridges. Heute soll es in Oregon noch etwa 50 Covered Bridges geben.
Nach dem kurzen Fotostopp fuhr ich weiter zur Küste, die ich bei Bandon erreichte. In Bandon sah ich das Hinweisschild zum Post Office. Da ich mehrere Postkarten schreiben musste, fuhr ich zuerst zur Post und kaufte Briefmarken. Beim Bandon State Park (an der Küste) stellte ich das Auto ab und ging zum Strand. Der Strand hat richtig zum Laufen eingeladen und ich habe Urlaub vom Urlaub gemacht. Dabei gab es auch eine steife Brise, so mag ich die Küste am liebsten. Für einige von Euch wäre es bestimmt zu kalt gewesen. Es war einfach traumhaft, diese breiten Strände und Felsen, ich habe es richtig genossen.
Dabei kam ich auch am Haystock Rock vorbei.
An der Küste standen auch ein paar schöne Häuser. So etwas könnte ich mir für mich auch gut vorstellen, quasi als Altersruhesitz.
Ich hatte aber auch im Hinterkopf, dass es nachmittags schlechter werden sollte und ging zum Auto zurück. Ursprünglich wollte ich mindestens 2 Tage an der Oregonküste bleiben, aber aufgrund der Wettervorhersage überlegte ich mir was ich an einem Tag machen konnte. Zuerst wollte ich noch ein Stück nach Süden und dann umkehren und nach Norden fahren. Also fuhr ich die 101 zuerst nach Süden. Interessant sind auch die vielen Leuchttürme an der Oregonküste, einer davon ist das Cape Blanca Lighthouse. Der Leuchtturm ist hier auch notwendig, denn es wimmelt von Felsen im Meer.



Cape Blanco ragt etwa 1,5 Meilen ins Meer hinaus. Am Ende ragen etwa 245 Feet hohe Kreidefelsen aus dem Meer empor, daher auch der Namen (von den ersten Spaniern). Cape Blanco ist der westlichste Punkt von Oregon und hier steht der südlichste Leuchtturm in Oregon. Der Leuchtturm wurde 1864 geplant und 1870 gebaut. Um Kosten zu sparen wurden Bäume (200000 Balken, 25$ pro 1000 Balken) in der Umgebung für den Bau des Leuchtturms geschlagen. Die restlichen Materialien wurden aus San Francisco mit Schiffen zum Cape gebracht. Cape Blanco war der erste Leuchtturm in Oregon, der schon 1870 mit einer Fresnel-Linse ausgestattet wurde. Er hat eine Höhe von 59 Feet. Aus Zeitgründen habe ich die Besichtungstour nicht mitgemacht und bin zur 101 zurückgefahren und dann weiter nach Süden.
In Port Orford habe ich kurz beim Battle Rock Wayside Park gehalten. Der Battle Rock war Platz einer historischen Battle zwischen den ersten Siedlern (Captain Tichenor's crew of nine men) und einer Qua-to-mah Gruppe der Athapascan am 9 Juni 1851.
Weiter ging es an der Küste nach Süden. Allerdings musste ich immer wieder einmal für ein Foto anhalten.

Sisters Rock

Devils Backbone

Ophir Coast
In Gold Beach holte ich mir einen Capuccino und ein Sandwich, machte es mir am Strand gemütlich und schaute den Leuten zu. Dann fuhr ich noch kurz zum Hafen, fand es hier aber nicht besoders spannend. Aber es gab noch altes Gerümpel im Wasser zu sehen.
Eigentlich wollte ich noch weiter nach Süden fahren, aber es war schon spät und ich hatte ja nur einen Tag Zeit. Darum fuhr ich über die Patterson Bridge (1932 erbaut) auf der 101 nach Norden. Die Küste ist auch etwas für Brückenenthusiasten. Es gibt sogar einen Folder nur von Brücken an der Oregonküste.
In Bandon hielt ich noch einmal und lief zum Coquille Point. Auch hier wehte eine steife Brise und es war herrlich.
Ich überlegt kurz, ob ich in Bandon übernachten sollte, entschied mich aber dagegen - am nächsten Tag sollte es ja schlechtes Wetter geben. Also fuhr ich weiter nach Norden.
Den nächsten Stopp machte ich in der Oregon Dunes National Recreation Area.
Am kilometerlangen Strand waren nur wenige Leute.
Dann fuhr ich weiter und hielt am Heceta Head Lighthouse Viewpoint.
Unten am Viewpoint sonnten sich ein paar Sea Lions auf einem Felsen.
Es war jetzt schon spät geworden und ich musste mir eine Unterkunft suchen. Zuerst fuhr ich nach Yachats. Der Ort gefiel mir aber nicht und ich fuhr weiter nach Waldport. Hier checkte ich im American Inn & Suites ein und brachte das Gepäck ins Zimmer. Der Name versprach mehr als das Zimmer halten konnte - ich kann das Motel nicht wirklich empfehlen.
Es waren am Himmel nur ein paar Wolken zu sehen, sollte der Wetterbericht doch nicht stimmen? Ich fuhr jedenfalls noch zum Governor Patterson Memorial State Park und hoffte auf einen schönen Sonnenuntergang. Aber daraus wurde nichts, denn es schob sich eine dicke dunkle Wolkenwand auf die Küste zu.
Ich fuhr dann noch zur Tankstelle und wollte wieder wie gewohnt selber tanken. Aber da kam der Tankwart heraus und nahm mir den Tankschlauch aus der Hand. Ich hatte nicht daran gedacht, dass man in Oregon nicht selber tankt sondern bedient wird.
Anschließend gab es zum Abendessen eine Pizza. Als ich aus dem Restaurant kam, regnete es leicht. Im Motel sicherte ich die Bilder und schrieb Tagebuch. Dann meldete ich mich kurz im Forum und ging gegen Mitternacht ins Bett.
Eigentlich reicht ein Tag an der Oregonküste nicht aus, aber ersten war ich schon zwei Mal an der Küste und zweitens bei schlechtem Wetter (Regen) macht es nun wirklich keinen Spaß an der Küste.
Und die Tagesroute: