Sonntag, 24.05.2009 Ein bäriger Tag
Die Nacht war ruhig, das Frühstück mit einer Kanne Kaffee, je einem großen Glas Milch und O-Saft, scrambled Eggs und Toast wieder mal reichhaltig.

Das werde ich heute aber auch brauchen.
Heute will ich Jagen, die Kamera ist angewärmt, die Objektive sind poliert, die Speicherkarten leer, dafür die Akkus voll.
Als Spezialist im zickzack Fahren geht es wieder nach Norden.
Inzwischen habe ich ein Auge für die Tierspotter. Die Autos mit Stativ auf dem Rücksitz, Kaffeebecher auf dem Armaturenbrett und CB Funk Antenne auf dem Dach werden von mir heute besonders beobachtet
werden.
Und diese Taktik rentiert sich. Auch wenn ich durch mein Womo etwas gehandicapt bin, so folge ich den Spottern wie ein Schatten.
Nördlich Mud Volcano
Bereits im Hayden Valley gibt es den ersten Bärenstop. Diesmal sind es gleich 2 Bären.

Leider sind sie so weit entfernt, dass ich sogar mit dem 500er Tele und 2fach Konverter nicht stärker ranzoomen kann.
Sie kommen leider auch nicht näher ran, deswegen fahre ich nach kurzer Zeit weiter.
An der Abzweigung zu den Yellowstone Falls befinden sich wieder Bisons auf und neben der Straße.
Wie ich erhofft hatte, war am Dunraven Pass wieder ein Bär zu sehen. Fast an der gleichen Stelle wie Gestern. Vielleicht war es ja der selbe.

Nur ein paar hundert Meter weiter sah ich etwas kleines über die Straße huschen. Ich stoppte und konnte gerade noch diesen niedlichen kleinen Kerl abbilden, bevor er in einer Höhle verschwand.
Ein paar Autos mit CB Antennen sausen an mir vorbei, und ich versuche ihnen zu folgen. Mit Erfolg.

Bei Calcite Springs
Nachdem der Bär verschwunden war ging die Sause gleich weiter. Diesmal aber nicht weit. Dieser Wonneproppen war direkt neben der Straße.
Ich mache auch noch einmal einen kleinen Schwenk ins Lamar Valley. Wölfe sieht man keine, auch die Spotter haben seit Tagen keine gesehen.
Langsam fahre ich wieder Richtung Canyon Village.
Gut, dass mich heute keiner Fotografiert hat, ich grinse wahrscheinlich rundum. Von mir aus könnte das ewig so weitergehen.
In der Nähe des Tower Fall
Eigentlich wollte ich bei den Yellowstone Falls den Uncle Toms Trail laufen. Leider war er gesperrt. Eine Begründung warum, gab es nicht. Ich ging davon aus, dass bloß ein bisschen Schnee liegt.
OK, hier war mir dann klar, warum der Trail gesperrt war
Das hat schon was

Mud Volcano Area
Manche Autofahrer nehmen keinerlei Rücksicht auf die Tiere
Leider muss ich mich irgendwann um eine Übernachtungsmöglichkeit kümmern. Der CG an der Fishing Bridge fällt aus, die sehen mich nie wieder.
Die Alternativen sind allerdings weit weg. Schließlich entscheide ich mich nach West Yellowstone zu fahren, Einkaufen, Tanken und Übernachten.
Zuerst geht es am Yellowstone Lake entlang
Dann möchte ich mir noch das West Thumb Basin ansehen. An der Einfahrt bemerke ich Mules im Wald. Nachdem ich das Womo abgestellt habe laufe ich zu Kreuzung zurück. Zu diesem Zeitpunkt bin ich noch alleine. Wie es in Yellowstone üblich ist dauert es nicht lange bis die ersten Autos stehenbleiben. 10 Minuten später ist alles Dicht.
Plötzlich verschwinden die Mules

dafür taucht kurz darauf der hier auf
Nachdem hier jetzt das Chaos herrscht, gehe ich zurück zum Womo und gleich weiter zum See.
Allzu lange bleibe ich nicht, es geht ein unangenehm kalter Wind. Jetzt geht es endgültig ohne Stop nach West Yellowstone.
Heute mache ich das was ich normal nie mache, ich gehe in ein Fast Food Lokal. Ich bin mir nicht ganz sicher, glaube aber dass es ein Burger King war.
Na ja, der Hunger hat es reingetrieben. Und einmal im Urlaub kann man so einen kulinarischen Ausrutscher schon verschmerzen.
Auf dem CG war niemand mehr, im Eingangsbereich waren allerdings kleine Tütchen mit Self Registration Formularen angebracht. Man möchte sich doch bitte am nächsten Morgen melden.
Klar, das ist doch Ehrensache.
Hier gibt es auch wieder Internet. Nur leider funktioniert irgendwas nicht richtig. Jedes Mal wenn ich im Forum zu einem Thema eine Antwort schreiben will, soll ich mich neu einloggen, das nervt.
Eine schöne heisse Dusche beschließt diesen aussergewöhnlichen Tag.
Gefahrene Meilen: 165