18. Mai 2008 Petrified Forest und Canyon de Chelly
ca. 78 Meilen
Für meine Verhältnisse brechen wir heute früh auf und rollen den Petrified Forest von Süden auf. Eine ratsame Richtung, so hat man die Sonne meistens auf der richtigen Seite. Irgendein Depp meinte wohl den früheren Parkplatz des Long Logs Trail schließen zu müssen, es gibt nun nur noch den am South Visitor Center. Freundenstrahlend gingen wir die extra Meile zum eigentlichen Trailhead, wo wir dann den gesamten Trail für uns alleine hatten, wen wunderst. Wir lenkten unsere Schritte zuerst zum Agate House.
Auf dem Weg dorthin wurden wir etwas aufgehalten. Wir konnten Colored Lizzards bei ihren ersten zaghaften Annäherungsversuchen untereinander beobachten, lt. Dem Ranger den ich später im Visitor Center befragte, ob es das ist, wofür ich es gehalten habe, meinte er ja und sehr selten zu beobachten. So, so, die heiraten also durch Handauflegen.
Da war doch was? Genau das hatten wir schon mal als Clip.
Das Einbetten von Vimeo scheint hier auch nicht zu gehen, der Link geht aber.
Ein Jahr später im Juli mit den Kiddies, war von dem Eidechsengewimmel das wir hatten nichts zu sehen, nun im Gegensatz zu 2009 haben wir ja auch nicht ständig lauthals vor uns geplappert. Nun aber weiter nach Agate. Das Agate House ist einzigartig, da es komplett aus versteinertem Holz errichtet wurde. Das Gebäude ist eine teilweise Rekonstruktion eines 8 Räume umfassenden Indianer Pueblos aus der Zeit von 1050 bis 1300, so vermutet man. Die nicht vorhandene Kiva, der unterirdische Zeremonium Raum, und die geringen Funde indizieren, das Agate House nur temporär bewohnt wurde. Die Rekonstruktion fand nach den archäologischen Ausgrabungen von 1934 statt und das in einer Weise, die heute nicht mehr akzeptiert würde.
Wir vollenden den Loop, an dessen Ende die Long Logs liegen, wonach der Trail ja seinen Namen hat. Der Trail selber hat eine Länge von 1,6 Meilen plus den unnützen Anmarschweg.
Voller Schwung folgt dann die liebliche Meile zurück zum Parkplatz. Hinter dem Visitor Center, und durch Querung desselben zu erreichen, ist der kurze 0,4 Meilen Giant Logs Trail. Dort hatte ich auch mehr ein Auge für die tierischen Bewohner übrig, als für das Holz.
Frau zog die Kühle des WoMo’s vor. Da wir uns hier über 3 Stunden aufgehalten hatten, war es Zeit für eine Stärkung, bevor wir uns Richtung Crystal Forst auf den Weg machen. Während Long Log Trail in einem schlechten Zustand ist, aber machbar für Rollstühle und ähnliches, kann der Crystal Forest Trail problemlos abgerollt werden. Schatten gibt es bei keinen von beiden, von den Unterständen an den jeweiligen Trailheads mal abgesehen.
Zurück am WoMo steht vor uns ein Explorer LKW eines deutschen Ehepaares, die für 18 Monaten die Staaten und Kanada unsicher machen. Mit so einem Fahrzug kommt man überall hin, meinen sie. Wir quatschen lang und reichlich, aber dann müssen wir endlich weiter.
Ein kurzer Stopp für Agate Bridge, verbunden mit einem kurzen Hike zu einem Cliff, von wo aus man den Blick in unendliche Weiten schweifen lassen kann.
Die Loop Road der Blue Mesa ist unser nächstes Ziel, den Trail gehen wir nur ein kurzes Stück, man sieht nichts, was man nicht auch von oben sehen kann.
Durch die Tepees genannte Formation führt die Parkstraße zum Viewpoint des Newspaper Rocks. Diese sind nur mittels Fernglas oder Tele von der Aussichtsplattform zu betrachten, es gibt keinen Hike nach unten. Bei meinen Besuchen war auch immer ein Ranger anwesend, der auspasst.
Zurück auf die Parkstraße und links abbiegend ist ein kurzes Stück weiter die Ruine des Puerco Pueblo, den wir rechts liegen lassen, dann überquert die Straße die Burlington Northern Santa Fe Railway und die I-40.
Das alte Auto, das den eigentlichen Verlauf der Route 66 symbolisiert ist uns ein weiterer Stopp wert, und von den vielen Viewpoints auf die Painted Dessert suchen wir uns einen aus. Ich vermute er hieß Pintado Point.
Damit sind wir durch, wir haben reichlich Zeit hier gelassen so das uns der Pool vom KOA in Holbrock laut vernehmlich ruft, ok, der Chuck Waggon auch. In 2009 waren wir wesentlich schneller mit dem Park durch und da sich die wenigsten solange hier aufhalten werden wie wir, machen wir nun einen Ausflug zum Canyon de Chelly.
Ein steifer Wind bläst uns über die I-40 bis zur US-191 N, und von da an biete ich ihm die volle Breitseite, ich liebe es. Die Hubbell Trading Post in Grande nach 38 Meilen starkem Seitenwind ist eine Willkommende Verschnaufpause. Hubbell ist lebendes Museum, das heißt sie ist nach wie vor ein Handelsposten für ansässigen Indianer, ein Tante Emma Laden.
Ein Stunde später erreichen wir das Canyon de Chelly NM, die US-191 N bis dort hin schenkt einem herrliche Weitblicke in die Umgebung, nur keinen Platz zum Anhalten.
Wir wählen die Straße entlang des Südcanyons zum Spider Rock, die einzelnen Viewpoints teilen wir für den Hin- und Rückweg auf.
Tsegi Overlook, ab dem Gate darf man nur noch mit Indian Guide weitergehen.
Junction Overlook
In dem Film Poltergeist 2 ist zu Beginn des Films eine Szene mit einer Gruppe Indianer auf der Spitze des Spider Rocks zu sehen. Kurz vorm Spider Rock ist noch ein anderer GC.
Sliding House Overlook, wer sieht sie?
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White House Overlook bietet den einzigen Trail in den Canyon und zu den Ruins, der ohne Indian Guide gegangen werden kann. Der Loop, mit 130 Meter Ab-und Aufstieg, ist 3 km lang. Wir sind ihn nicht gegangen, wozu gibt es Tele Objektive? Wer noch weiter in den Canyon möchte, oder zu anderen Ruinen, hatte die Qual der Wahl. Endweder einen Navajo Guide $15/Stunde, Gruppenwanderung (ab $10) Jeep Halbtagestouren ($40), Privatjeep mit Fahrer natürlich ($100/3 Stunden, je weitere $30/Stunde) oder ganz Stilecht hoch zu Roß ($12/Stunde pkus $15/Stunde für den Guide). In der Regel gibt es keine Engpässe, Ankunft und Buchung am Vorabend macht aber Sinn. Das war der Südcanyon. Den Nordcanyon mussten wir mangels Zeit auslassen. Zudem sind die Zufahrten zu den Viewpoints im Gegensatz zu den Viewpoints am Südcanyon recht zeitraubend. Obwohl, für Sliding House trifft das auch zu. Der Nordcanyon wird auch als Canyon del Muerto bezeichnet, als Todesschlucht, bezeichnet, weil die Spanier dort Frauen und Kinder niedermetzelten, die sich in den Klippen unterhalb der Kante versteckt hielten.
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Wir hätten in 2009 auf dem GC bleiben können, Platz war reichlich vorhanden, dennoch fuhren wir die 138 Meilen zurück zum KOA nach Holbrock. In 2009 kamen wir viel zu spät für den Chuck Waggon auf dem KOA an, in 2008 war das wie oben erwähnt ja anders. Nach einem ausgiebigen Poolaufenthalt besuchten wir ihn wieder, und wie gestern hatten wir einen Abend mit unseren Snowbirds von gestern.
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