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261

Monday, February 22nd 2010, 4:05am

17. Mai 2008 Albuquerque – El Malpais – El Morro – Holbrook




ca. 253 Meilen
Der Wettergott ist heute auch wieder auf unserer Seite. Vor der Weiterfahrt ist aber erst ein Stopp am nächsten Supermarkt notwendig, unser täglich Brot gib uns heute. Deswegen findet das Frühstück auch dort auf dem Parkplatz statt. KOA im weitesten Sinn und der Supermarkt im eigentlichen, liegen an dem Business Loop der I-40, hier als Teil der Historic 66 ausgeschildert. Ihr folgen wir konsequent durch ganz Albuquerque. Die Strecke ist durchweg frisch renoviert, ab und an sieht man Gebäude im Stil der 50er und 60er, gleiches gilt für die Reklametafeln.


Man beachte unsere vorbildliche Fahrweise. Als wir über den Rio Grande fahren fällt mir ein das wir noch tanken müssen und na klar kommt dann auf unsere Straßenseite auch keine mehr und als dann die I-40 naht müssen wir wenden und zurück nach Albu fahren.




Bei der erst besten Tanke fahren wir dann vor und ich mach mich auf zur Kasse. Den Versuch mit Karte an der Säule zu bezahlen habe ich schon lange aufgegeben. Mit einem herzallerliebsten Good Morning betrete ich den Tank-Shop und zücke die Karte. Von einem Hutzelweibchen der Gattung lebende Mumie werde ich im feinsten spanisch schimpfend darüber aufgeklärt dass ihrer Meinung nach, nur Bares wahres ist. Ihre nicht jugendfreie Wortwahl spar ich mir hier mal. Freundlich grinsend machte ich auf der Stelle kehrt ein und wünschte ihr im feinsten English ein f… yourself :schaem: and have a nice day und machte mich grinsend von dannen. Wer nicht will der hat schon. Die nächste Tanke ist eine Supermarkttanke die nur mit KK funktioniert, und Oh Wunder 90210 akzeptiert und mich dann nach meiner PIN fragt. :wut1: Nein sagt der Tankwart, man kann nur an den Säulen per Karte bezahlen, er darf nur Cash annehmen. Im Supermarkt gibt es aber eine ATM Machine. Nun habe ich den Kaffee auf und hole mir das gesamte Kleingeld was wir vermutlich noch benötigen werden zum Tanken. Des Weiteren tanke ich seitdem wenn möglich, sobald der Tank weniger als halbvoll ist um unter den 100$ Limit zu bleiben.
Endlich voll getankt können wir endlich über die I-40 W und der NM-53 W unser erstes Tagesziel ansteuern, das El Malpais NM. Auf Grund der Regenfälle der letzten Tage ist die Chain of Crater Road zur Big Tube Area nicht befahrbar für uns und auch mit 4WD kein Vergnügen sagt der Ranger. So bleibt nur der Bandera Crater und die Ice Cave im ehemaligen Lava Tube übrig. Obwohl im Park gelegen ist die die Ice Cave Privatbesitz und kostet inzwischen $10/pro Person Eintritt. Wofür eigentlich? Bezahlt wird in einer alten Trading Post und dann erst weiter zur Cave










und hoch zum Bandera Krater, dessen letzter Ausbruch vor 12000 Jahren stattfand.







Wieder durch einen Cibola National Forest erreichen wir nach 17 Meilen das El Morro NM.




Vom Morro Rock rieselt Wasser die steilen Felsenwände herunter, das ein natürliches Becken unterhalb der Wand füllt. Schon die Bewohner des Pueblos oben auf dem Felsen benutzten diesen nie versiegenden Quell als Wasserstelle und schleppten das kostbare Nass nach oben auf das Hochplateau. Doch nicht nur diese. Auch die spanischen Eroberer, Soldaten und Abenteurer haben hier am Pool ihr Lager aufgeschlagen und sich mit Grafitti in der Felswand verewigt. Über den kurzen behinderten gerechten Inscription Rock Trail kann man diese erwandern. Wer möchte kann über den 2 Meilen langen Mesa Top Loop zu den Ruinen weiter gehen, möchten wir aber nicht. Im Nachhinein stellte ich nun fest, dass ich die Inschrift von Ramon mit der vom Don Juan verwechselte habe. Sandra hat mir dankenswerter weise ausgeholfen.

So kann ich doch mit der ältesten Inschrift beginnen, die von Juan de Onate. 1604 reiste Onate, wir erinnern uns an gestern, der erste Gouverneur von Nuevo Mexico, mit 30 Mann an den Golf von Mexiko. Bei seiner Rückkehr 1605 hinterließ er diese Inschrift:

Don Juan de Onate

„Hier kam vorüber Gouverneur Don Juan de Onate, nach der Enddeckung des Südlichen Meeres am 16. April 1605."

„de la mar del sur“ bedeutet der Golf von Kalifornien. Älteste Inschrift, ist nicht richtig, denn das älteste hier sind natürlich die indianischen Petroglyphen.



Oberhalb dieser findet man die Inschrift

„Wir kamen hier vorüber, der Sergeant Mayor und Kaptain Juan de Archuletta and Adjutant Diego Martin Barba und Ensign Agustin de Ynojos, im Jahre 1636“

Archuleta war unter den ersten Kolonisten die mit Onate 1598 nach New Mexiko kamen. Archuleta und Barba waren in einem Mordkomplott an dem Gouverneur beteiligt und wurden 1643 auf dem Marktplatz von Sante Fe einen Kopf kürzer gemacht.


Dieses Gekritzel „Miquel Alfaro war hier“ wird mangels Jahr auf um 1700 datiert.

„Am 25. des Monats Juni im Jahre 1709 kam hier auf den Weg zu den Zunis Ramon Gracia Jurado vorbei“.
Er war 1728 Bürgermeister des Keres Distrikts.

Daneben prangt Pedro Romero vom 22. August des Jahres 1751,


woran sich Andreas Romero 1774 anschließt, und damit nicht nur der letzte Spanier, sondern lange Zeit niemand, erst 1849 tauchte der erste englisch sprechende hier auf, Lt. J.H. Simpson und R.H. Kern, ein Künstler aus Philadelphia, der mit der Armee herumreiste und Bilder malte.

Don Juan de Onate



Die Inschrift von Long ist die eleganteste. Er war Mitglied von Lt. Edward F. Beale’s Karawane, die 1857 die Brauchbarkeit von Kamelen zum Durchqueren der Wüsten des Südwesten testete. Dazu gehörten auch

F.Engle, Beale’s Stellvertreter

Und Mr. Bryn.


P.Gilmer Breckinridge, Absolvent der Virgina Militär Akademie ritt als junger Mann quer durch den Kontinent nach Kalifornien und war 1857 ebenfalls Mitglied von Beale’s Kamelexpedition. Zurück in Virgina fiel er 1863 im Bürgerkrieg beim Scharmützel von Kennon’s Landing.


Der erste Auswanderungszug wurde angeführt von dem Deutschen L.J.Rose. Wie Udell und seine Frau überlebte er den Überfall der Mojave Indianer am Colorado beim ersten Versuch 1858 Kalifornien zu erreichen, wenn auch verwundet. Zusammen starteten sie 1859 in der Gesellschaft von Beale ein erneuten Versuch. Ohne Schwierigkeiten erreichten Rose diesmal L.A , die Udells konnten ihre Kinder in Sacramento in die Arme schließen, wo Udell als sehr alter Mann verstarb.


Mit einer letzten prominenten Inschrift, die des Generaladjudanten des Staates Kalifornien nach dem Bürgerkrieg R.H. Orten, lasse ich es mal gut sein, wer mehr sehen möchte, muss sich selber auf den Weg machen.










Wir machen uns auch auf den Weg und fahren noch 125 Meilen durch eine langweilige Gegend bis zum KOA in Hohlbrock. Heute bleibt die Küche, wir bedienen uns beim KOA Chuck Waggon und tratschen mit Snowbirds über Wirtschaftskrise, Grundsteuer und die Beinahkatastrophe des Bruchs des Glenn Canyon Staudamms.
Nach einem langen Schneereichen Winter 1983, wurde es plötzlich warm. Zudem regnete es reichlich und die Regierung hatte es verpennt rechtzeitig Wasser abzulassen. Das Wasser musste durch die Überläufe abgelassen werden. Diese Überläufe, die gleichen die auch beim Bau des Damms benutzt wurden, waren nicht betoniert, sondern einfach durch den Sandstein gebohrt worden. Daher durften sie nicht zu 100% gefüllt sein, wegen dem Druck, mussten sie aber, um dem ganzem Wasser Herr zu werden. Das hatte den Effekt eines Sandstrahles, der poröse Sandstein wurde einfach weggewaschen. Am 15. Juli stand der Lake Powell 1,80 Meter unterhalb der Damm Krone und stieg nicht mehr weiter. Die Überläufe konnte geschlossen werden, abgelassen wurde nun nur noch durch die Turbinen. Die Wassermassen hatten im Überlauf ein 50 Fuß tiefes und 150 Fuß langes Loch gefräst. Es drohte die ganze Zeit weniger ein Dammbruch im eigentlichen Sinne, sondern eine Auswaschung der Überläufe, wodurch dann der ganze Lake abgelaufen wäre. Dadurch wiederum, wäre alle anderen Dämme im unteren Verlauf ebenfalls „gebrochen“. Nach dieser Flut wurden die Überläufe betoniert.

Zeit ins Bettchen zu kommen, denn morgens geht’s auf Hochzeit.


Links:
Gruß
Ulrich

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rehsde

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Monday, February 22nd 2010, 6:39am

Ein schönes NM, was auf meiner Liste schon steht und interessante Infos zum Überlauf des Glen Canyon Dams.

Snowbirds sei Dank.
Viele Grüße
REH

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Monday, February 22nd 2010, 7:53am

Schade, daß die Chain of Krater Road auch bei Euch nicht befahrbar war. Wir hatten die gleichen Verhältnisse.

Das El Morro NM hat mir prima gefallen.

Interessante Infos zum Glen Canyon Dam :EEK:

Gruß

Sandra

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Monday, February 22nd 2010, 8:30am

Schöne Einblicke in zwei mir noch vollkommen unbekannte Parks :!!
Die Infos zum Staudamm sind ja sehr interessant :EEK:
Liebe Grüße
Silke


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desert-Gerd

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265

Monday, February 22nd 2010, 9:42am

So, ich bin jetzt auch wieder auf dem Laufenden. :gg:

In El Paso hat es mir damals auch nicht gefallen [SIZE=7](ich war dort nicht stationiert)[/SIZE]. Das lag nicht an den 10 cm Schnee, die wir kurz nach Weihnachten 1972 hatten.
Fort Bliss war zwar ganz nett, aber nicht so der Brüller.

Schade, dass ihr in White Sands nicht so gutes Wetter hattet.

Als "eingefleischter Ruinenfan" fand ich die Besichtigung des Salinas Pueblo Missions NM natürlich ganz toll, :!! vor allem den geschichtlichen Hintergrund. :clab:

Quoted

Original von WeiZen
@Gerd
Hast Du ein Bild der Inschrift von Onate am Morro Rock?

Oh, habe ich zu spät gesehen, sorry. Ja, habe ich, aber hier im Forum nicht gepostet.

Bei der Ice Cave war ich auch schon 2 Mal und bin auch schon daran vorbeigefahren. Man kann sich gar nicht vorstellen, dass es "draußen" 20 oder 30 Grad sind, aber in der Höhle das Eis kaum schmilzt. Den Bandera Crater habe ich bisher aus Zeitgründen nicht geschafft, vielleicht beim nächsten Mal.
Die Atsinna Pueblo Ruins auf der Mesa habe ich mir natürlich nicht entgehen lassen. ;)

Quoted

Original von WeiZen
....Wir machen uns auch auf den Weg und fahren noch 125 Meilen durch eine langweilige Gegend bis zum KOA in Hohlbrock. ....

Das erste Stück nach El Morro ist bei weitem nicht langweilig. Rechts und links gibt es schon noch einiges zu sehen. Erst nach Zuni wird es nicht mehr so toll, kann man hier nachlesen: Around Four Corners - Bekanntes und Unbekanntes im Four Cornerland.
Gruß Gerd



Mein Fotoalbum

266

Monday, February 22nd 2010, 11:26am

@Gerd
Das ist richtig Gerd, das es erst nach Zuni langweilig wird.
Und das Du oben gewesen bist, war mir klar. Zumindest sieht man dort mehr als in die Karthago oder anderen antiken Stätten, wo nur noch die Fundamente zu sehen sind. Das macht den Unterschied zu den Ruinen im Südwesten aus, man sieht noch die Strukturen.

Und zur Ice Cave: Ist schon grass aus 40° C oben da runter zu steigen.

@Sandra
hat mich auch geärgert, :wut1: obwohl Frau meinte, kennen wir doch von Hawaii. Ich hab dem Ranger auch erst nicht geglaubt, bis ich vor dem Matsch und dem Wasser gestanden habe. Dabei hatten wir diesmal, da WoMo, auch Taschlampen dabei. Die gehörten ja zur Ausstattung.

@Ralph und Silke
hat einer von Euch die verlinkte Seite über den Damm überflogen? Sind nette Formulierungen dabei, wie "nach dem der Schweiß in den Achseln der Verantwortlichen getrocknet war". Der es uns erzählte war damals live dabei gewesen.

@all
Zur Grundsteuer noch ein Wort: Ein ex GI, der sich nach der Ausmusterung standhaft weigerte sich irgendeiner Fortbildung zu unterwerfen, weil er der Ansicht war, das seine magere Pension ausreicht, erzählte uns, das er ein Haus hat, am Rande von BLM Land. Somit beim Kauf eigentlich sicher war, das dort nie gebaut werden würde. Natürlich kam es anders und aus dem BLM Land wurde Baugebiet für gutbetuchte. Immobilienblase sei Dank. Dadurch stieg auch der Wert seiner Immobilie, was ihm gar nicht freute, weil dadurch auch seine Grundsteuer stiegt und das dann nun doch problematisch wird mit seiner Pension. Gut das er sich eine etwas betuchte Witwe nun als Frau ausgesucht hat, war mein Gedanke dabei. Irgendwie klang das unterschwellig durch. War ein höchst interessanter Abend.
Gruß
Ulrich


Matze

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Monday, February 22nd 2010, 1:16pm

Interessante, geschichtsträchtige Inschriften im Felsen!

Ebenso die Infos zum Glen Canyon Dam!

:gg: Ich habe noch nie an einer Tanksäule mit KK bezahlt, und werde es auch weiterhin nicht tun!
Gehe ins Tankstellen Office, sage für wieviel Dollar ich tanken möchte, bezahle dort mit KK oder Scheck ...alles ohne Probleme oder irgendeinen PIN! :gg: :gg:
Gruß Matze


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Yukon1

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268

Monday, February 22nd 2010, 2:03pm

Die Infos zu den Inschriften "beleben" das Ganze doch sehr stark. :clab:

Das ist ja ein gewaltiger Temperaturunterschied in der Höhle :EEK:

eausmuc

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269

Monday, February 22nd 2010, 3:45pm

Hi Ulrich

Mir hat der Krater am besten gefallen. Für Vulkane habe ich was übrig. :!!Wieso kennst Du eigentlich so viele spanische Schimpfworte ?( :EEK: :gg:
Gruß Elmar




eausmuc on tour

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270

Monday, February 22nd 2010, 4:22pm

@Matze
ich auch, bis die $100 Limitierung kam plus Gallonenpreise um $4,50

@Toni
ja ich dachte mir, so werden Inschriften etwas interessanter als nur gesehen, abhaken, weiter.

@Elmar
das wichtigste in einer Fremdsprache was man kennen muß. Und Actionfilme schauen bildet obendrein. Ich dachte nur: Ist hier eine versteckte Kamera?
Gruß
Ulrich


Saguaro

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271

Monday, February 22nd 2010, 5:40pm

Quoted

Original von eausmuc
Wieso kennst Du eigentlich so viele spanische Schimpfworte ?( :EEK: :gg:


Wahrscheinlich hat sie nur gesagt: Endlich mal wieder ein Kunde - und was für ein interessanter und liebenswerter Tourist ;fei:.

Also Ulrich, man beschimpft doch keine alten Damen äh Mumien und wenn schon, dann wenigstens auch in SPANISCH ;).

LG,

Ilona
"Man muss viel laufen. Da man, was man nicht mit dem Kleingeld von Schritten bezahlt hat, nicht gesehen hat." (Erich Kästner)



272

Monday, February 22nd 2010, 5:42pm

Dafür reicht mein Spanisch nicht aus. X(
Das andere war eindeutig. ;)
Gruß
Ulrich


bikejoe

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273

Monday, February 22nd 2010, 6:32pm

:gg: :gg: :gg:
Das ist ja mal ne schöne Tankbescherung! :rolleyes:

Schöner Tag! Hätte mir auch gut gefallen, hab ihn anno '99 mehr oder weniger auch so gemacht. Die Ice cave hat damals noch keinen Eintritt gekostet und den Krater hab ich mir damals auch angesehen, da war's aber ziemlich frisch, denn man ist ja über 2000 m ü. N.N. wenn ich mich recht erinnere.

Im Zuni Gebiet haben mich damals die farbigen Felsen enorm fasziniert. Hab aber grade keine Bilder zur Hand.

Allerdings bin ich damals dann über Gallup nach Chinle weitergefahren, nicht zur hohlen Bruck! :gg:
Schöne Grüße
Johannes
 

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ehjott

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274

Monday, February 22nd 2010, 8:36pm

Quoted

Original von bikejoe
... und den Krater hab ich mir damals auch angesehen, da war's aber ziemlich frisch, ... :gg:


Ich dachte, der ist 12.000 Jahre alt :rolleyes: :EEK: :gg:

Man gut, dass Ulrich bei dieser Mumienbegenung seine "No Kids" nicht dabei hatte.

Tolle Recherche + aussagekräftige Bilder - weiterhin DANKE! :clab:
Erik


bikejoe

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275

Monday, February 22nd 2010, 9:56pm

Quoted

Original von ehjott

Quoted

Original von bikejoe
... und den Krater hab ich mir damals auch angesehen, da war's aber ziemlich frisch, ... :gg:


Ich dachte, der ist 12.000 Jahre alt :rolleyes: :EEK: :gg:
...


Eben! Für einen Krater ja noch überhaupt kein Alter, grade aus dem Ei geschlüpft sozusagen. :gg: :gg: :gg: :gg:
Schöne Grüße
Johannes
 

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276

Monday, February 22nd 2010, 11:11pm

Quoted

Original von bikejoe
Im Zuni Gebiet haben mich damals die farbigen Felsen enorm fasziniert.

ok, ok, bin aber trotzdem der dumpfen Erinnerung anhängig, das das meiste der restlichen Meilen öde war und das sowas nicht lange zu sehen war:

Gruß
Ulrich


277

Thursday, February 25th 2010, 1:54am

18. Mai 2008 Petrified Forest und Canyon de Chelly


ca. 78 Meilen

Für meine Verhältnisse brechen wir heute früh auf und rollen den Petrified Forest von Süden auf. Eine ratsame Richtung, so hat man die Sonne meistens auf der richtigen Seite. Irgendein Depp meinte wohl den früheren Parkplatz des Long Logs Trail schließen zu müssen, es gibt nun nur noch den am South Visitor Center. Freundenstrahlend gingen wir die extra Meile zum eigentlichen Trailhead, wo wir dann den gesamten Trail für uns alleine hatten, wen wunderst. Wir lenkten unsere Schritte zuerst zum Agate House. Auf dem Weg dorthin wurden wir etwas aufgehalten. Wir konnten Colored Lizzards bei ihren ersten zaghaften Annäherungsversuchen untereinander beobachten, lt. Dem Ranger den ich später im Visitor Center befragte, ob es das ist, wofür ich es gehalten habe, meinte er ja und sehr selten zu beobachten. So, so, die heiraten also durch Handauflegen.




Da war doch was? Genau das hatten wir schon mal als Clip.

Das Einbetten von Vimeo scheint hier auch nicht zu gehen, der Link geht aber.

Ein Jahr später im Juli mit den Kiddies, war von dem Eidechsengewimmel das wir hatten nichts zu sehen, nun im Gegensatz zu 2009 haben wir ja auch nicht ständig lauthals vor uns geplappert. Nun aber weiter nach Agate. Das Agate House ist einzigartig, da es komplett aus versteinertem Holz errichtet wurde. Das Gebäude ist eine teilweise Rekonstruktion eines 8 Räume umfassenden Indianer Pueblos aus der Zeit von 1050 bis 1300, so vermutet man. Die nicht vorhandene Kiva, der unterirdische Zeremonium Raum, und die geringen Funde indizieren, das Agate House nur temporär bewohnt wurde. Die Rekonstruktion fand nach den archäologischen Ausgrabungen von 1934 statt und das in einer Weise, die heute nicht mehr akzeptiert würde.




Wir vollenden den Loop, an dessen Ende die Long Logs liegen, wonach der Trail ja seinen Namen hat. Der Trail selber hat eine Länge von 1,6 Meilen plus den unnützen Anmarschweg.





Voller Schwung folgt dann die liebliche Meile zurück zum Parkplatz. Hinter dem Visitor Center, und durch Querung desselben zu erreichen, ist der kurze 0,4 Meilen Giant Logs Trail. Dort hatte ich auch mehr ein Auge für die tierischen Bewohner übrig, als für das Holz.





Frau zog die Kühle des WoMo’s vor. Da wir uns hier über 3 Stunden aufgehalten hatten, war es Zeit für eine Stärkung, bevor wir uns Richtung Crystal Forst auf den Weg machen. Während Long Log Trail in einem schlechten Zustand ist, aber machbar für Rollstühle und ähnliches, kann der Crystal Forest Trail problemlos abgerollt werden. Schatten gibt es bei keinen von beiden, von den Unterständen an den jeweiligen Trailheads mal abgesehen.





Zurück am WoMo steht vor uns ein Explorer LKW eines deutschen Ehepaares, die für 18 Monaten die Staaten und Kanada unsicher machen. Mit so einem Fahrzug kommt man überall hin, meinen sie. Wir quatschen lang und reichlich, aber dann müssen wir endlich weiter.

Ein kurzer Stopp für Agate Bridge, verbunden mit einem kurzen Hike zu einem Cliff, von wo aus man den Blick in unendliche Weiten schweifen lassen kann.



Die Loop Road der Blue Mesa ist unser nächstes Ziel, den Trail gehen wir nur ein kurzes Stück, man sieht nichts, was man nicht auch von oben sehen kann.








Durch die Tepees genannte Formation führt die Parkstraße zum Viewpoint des Newspaper Rocks. Diese sind nur mittels Fernglas oder Tele von der Aussichtsplattform zu betrachten, es gibt keinen Hike nach unten. Bei meinen Besuchen war auch immer ein Ranger anwesend, der auspasst.





Zurück auf die Parkstraße und links abbiegend ist ein kurzes Stück weiter die Ruine des Puerco Pueblo, den wir rechts liegen lassen, dann überquert die Straße die Burlington Northern Santa Fe Railway und die I-40.


Das alte Auto, das den eigentlichen Verlauf der Route 66 symbolisiert ist uns ein weiterer Stopp wert, und von den vielen Viewpoints auf die Painted Dessert suchen wir uns einen aus. Ich vermute er hieß Pintado Point.


Damit sind wir durch, wir haben reichlich Zeit hier gelassen so das uns der Pool vom KOA in Holbrock laut vernehmlich ruft, ok, der Chuck Waggon auch. In 2009 waren wir wesentlich schneller mit dem Park durch und da sich die wenigsten solange hier aufhalten werden wie wir, machen wir nun einen Ausflug zum Canyon de Chelly.





Ein steifer Wind bläst uns über die I-40 bis zur US-191 N, und von da an biete ich ihm die volle Breitseite, ich liebe es. Die Hubbell Trading Post in Grande nach 38 Meilen starkem Seitenwind ist eine Willkommende Verschnaufpause. Hubbell ist lebendes Museum, das heißt sie ist nach wie vor ein Handelsposten für ansässigen Indianer, ein Tante Emma Laden.








Ein Stunde später erreichen wir das Canyon de Chelly NM, die US-191 N bis dort hin schenkt einem herrliche Weitblicke in die Umgebung, nur keinen Platz zum Anhalten. Wir wählen die Straße entlang des Südcanyons zum Spider Rock, die einzelnen Viewpoints teilen wir für den Hin- und Rückweg auf.

Tsegi Overlook, ab dem Gate darf man nur noch mit Indian Guide weitergehen.

Junction Overlook

In dem Film Poltergeist 2 ist zu Beginn des Films eine Szene mit einer Gruppe Indianer auf der Spitze des Spider Rocks zu sehen. Kurz vorm Spider Rock ist noch ein anderer GC.

Sliding House Overlook, wer sieht sie?







White House Overlook bietet den einzigen Trail in den Canyon und zu den Ruins, der ohne Indian Guide gegangen werden kann. Der Loop, mit 130 Meter Ab-und Aufstieg, ist 3 km lang. Wir sind ihn nicht gegangen, wozu gibt es Tele Objektive? Wer noch weiter in den Canyon möchte, oder zu anderen Ruinen, hatte die Qual der Wahl. Endweder einen Navajo Guide $15/Stunde, Gruppenwanderung (ab $10) Jeep Halbtagestouren ($40), Privatjeep mit Fahrer natürlich ($100/3 Stunden, je weitere $30/Stunde) oder ganz Stilecht hoch zu Roß ($12/Stunde pkus $15/Stunde für den Guide). In der Regel gibt es keine Engpässe, Ankunft und Buchung am Vorabend macht aber Sinn. Das war der Südcanyon. Den Nordcanyon mussten wir mangels Zeit auslassen. Zudem sind die Zufahrten zu den Viewpoints im Gegensatz zu den Viewpoints am Südcanyon recht zeitraubend. Obwohl, für Sliding House trifft das auch zu. Der Nordcanyon wird auch als Canyon del Muerto bezeichnet, als Todesschlucht, bezeichnet, weil die Spanier dort Frauen und Kinder niedermetzelten, die sich in den Klippen unterhalb der Kante versteckt hielten.



Wir hätten in 2009 auf dem GC bleiben können, Platz war reichlich vorhanden, dennoch fuhren wir die 138 Meilen zurück zum KOA nach Holbrock. In 2009 kamen wir viel zu spät für den Chuck Waggon auf dem KOA an, in 2008 war das wie oben erwähnt ja anders. Nach einem ausgiebigen Poolaufenthalt besuchten wir ihn wieder, und wie gestern hatten wir einen Abend mit unseren Snowbirds von gestern.



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Gruß
Ulrich

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rehsde

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Thursday, February 25th 2010, 10:19am

So viele tolle Lizards im PFNP. Toll, soviel Glück hatten wir nicht.
Viele Grüße
REH

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Matze

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Thursday, February 25th 2010, 11:10am

Ulrich, gelungene Aufnahmen von Parks, die wir auch besucht haben!

Hubbell Trading Post - da denke ich auch an die wunderschönen, handgefertigten Teppiche! Leider kann ich die, gerechtfertigten, Preise nicht zahlen :traen: :traen:
Gruß Matze


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Westernlady

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Thursday, February 25th 2010, 11:20am

Quoted

Die Loop Road der Blue Mesa ist unser nächstes Ziel, den Trail gehen wir nur ein kurzes Stück, man sieht nichts, was man nicht auch von oben sehen kann.


Danke für diese Info, da brauche ich mich also nicht mehr ärgern, dass wir den Loop damals nicht gelaufen sind. Der Himmel war bedeckt und wir konnten uns nicht so recht dazu aufraffen.

Hey - Hubell Trading Post ohne Katzi-Bilder :EEK:
Das geht gar nicht :neinnein: :gg: ;)

Der Canyon de Chelly gefällt mir immer wieder, das warme Rot und dazu die saftig grüne Vegetation =) :!!
Liebe Grüße
Silke


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